Besuch beim Ver­tre­ter

Geschäf­te, die ein Ver­brau­cher "an der Haus­tür" oder in sei­ner Woh­nung abschließt, kann er unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen wider­ru­fen. Die­ses glei­che Wider­rufs­recht kann ihm aber auch zuste­hen, wenn er den Ver­käu­fer in des­sen Woh­nung auf­sucht. Vor­aus­set­zung hier­für ist nach Ansicht des Bun­des­ge­richts­hofs nur, dass der Ver­brau­cher die Ver­käu­fer­woh­nung nicht bewusst zu Zwe­cken eines geschäft­li­chen Kon­takts auf­ge­sucht hat.

Besuch beim Ver­tre­ter

Pri­vat­woh­nung i.S.d. § 1 Abs. 1 Nr. 1 HWiG ist auch die Pri­vat­woh­nung des Ver­trags­part­ners des Kun­den oder eines vom Ver­trags­part­ner ein­ge­schal­te­ten Ver­mitt­lers, die der Kun­de nicht bewusst zu Zwe­cken eines geschäft­li­chen Kon­takts auf­ge­sucht hat.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 13. Juni 2006 – XI ZR 432/​04