Der Miet­rück­stand im Urkund­s­pro­zess

In einer aktu­el­len Ent­schei­dun­gen hat­te sich der Bun­des­ge­richts­hof jetzt mit der Fra­ge zu befas­sen, wenn der Ver­mie­ter die rück­stän­di­ge Mie­te im Wege des Urkund­s­pro­zess gel­tend machen kann, obwohl der Mie­ter im Pro­zess Män­gel der Miet­sa­che und damit Miet­min­de­run­gen gel­tend macht. Und der BGH befand die Gel­tend­ma­chung der Miet­rück­stän­de im Urkund­s­pro­zess für zuläs­sig, da die Män­gel erst im Pro­zess erhob:

Der Miet­rück­stand im Urkund­s­pro­zess

Eine Kla­ge auf Zah­lung von Mie­te aus einem Wohn­raum­miet­ver­trag ist auch dann im Urkun­den­pro­zess statt­haft, wenn der Mie­ter, der wegen behaup­te­ter anfäng­li­cher Män­gel der Miet­sa­che Min­de­rung gel­tend macht oder die Ein­re­de des nicht erfüll­ten Ver­tra­ges erhebt, die ihm vom Ver­mie­ter zum Gebrauch über­las­se­ne Woh­nung als Erfül­lung ange­nom­men hat, ohne die spä­ter behaup­te­ten Män­gel zu rügen, sofern dies unstrei­tig ist oder vom Ver­mie­ter durch Urkun­den bewie­sen wer­den kann 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 8. Juli 2009 – VIII ZR 200/​08 – (VIII ZR 266/​08)

  1. im Anschluss an BGH, Urtei­le vom 01.06.2005 – VIII ZR 216/​04, NJW 2005, 2701, und vom 20. 12.2006 – VIII ZR 112/​06, NJW 2007, 1061[]