Die Her­aus­ga­be einer Wei­de in der Zwangs­voll­stre­ckung

Muss der Schuld­ner auf­grund eines Titels ein grund­buch­mä­ßig hin­rei­chend bestimm­tes Grund­stück her­aus­ge­ben, erfolgt die Zwangs­voll­stre­ckung in der Wei­se, dass der Gerichts­voll­zie­her das Grund­stück auf Antrag des Gläu­bi­gers räumt und den Gläu­bi­ger an Ort und Stel­le in den Besitz ein­weist. Stellt der Gerichts­voll­zie­her – wenn es sich etwa um eine brach­lie­gen­de Flä­che han­delt – fest, dass eine Räu­mung nicht erfor­der­lich ist, kann er den Gläu­bi­ger durch Pro­to­koll­erklä­rung in den Besitz ein­wei­sen, auch wenn er in Erman­ge­lung von Grenz­stei­nen u.Ä. die genau­en Gren­zen des Grund­stücks an Ort und Stel­le nicht bestim­men kann.

Die Her­aus­ga­be einer Wei­de in der Zwangs­voll­stre­ckung

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 4. Dezem­ber 2008 – I ZB 120/​05