Doku­men­ta­ti­ons­pflich­ten des Insol­venz­ver­wal­ters

Der Insol­venz­ver­wal­ter muss nicht über sei­ne sich aus der Insol­venz­ord­nung aus­drück­lich erge­ben­den Pflich­ten zur Doku­men­ta­ti­on hin­aus jeden ver­fah­rens­be­zo­ge­nen Umstand doku­men­tie­ren.

Doku­men­ta­ti­ons­pflich­ten des Insol­venz­ver­wal­ters

Dies hat der Bun­des­ge­richts­hof in ande­rem Zusam­men­hang bereits ent­schie­den 1. Eine sol­che umfas­sen­de Doku­men­ta­ti­ons­pflicht ist vom Insol­venz­ver­wal­ter im Ein­zel­fall kaum zu erfül­len.

Die Gläu­bi­ger sind aus­rei­chend durch ihre Scha­dens­er­satz­an­sprü­che gegen den Insol­venz­ver­wal­ter nach §§ 60, 61 InsO und die zu die­sen Vor­schrif­ten ent­wi­ckel­ten Dar­le­gungs- und Beweis­re­geln geschützt 2. Eine beson­de­re Doku­men­ta­ti­ons­pflicht zur Abwehr einer mög­li­chen Haf­tung nach die­sen Vor­schrif­ten besteht nicht und wird auch nicht durch die all­ge­mei­ne Auf­sichts­pflicht des Insol­venz­ge­richts über Insol­venz­ver­wal­ter nach § 58 Abs. 1 InsO begrün­det.

Aller­dings kann das Insol­venz­ge­richt vom Insol­venz­ver­wal­ter bei die­sem vor­han­de­ne Bele­ge anfor­dern.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. Sep­tem­ber 2014 – IX ZB 11/​14

  1. BGH, Urteil vom 16.10.2008 – IX ZR 183/​06, NZI 2009, 171 Rn. 22[]
  2. vgl. BGH, aaO[]