Ersatz der Miet­wa­gen­kos­ten nach einem Ver­kehrs­un­fall

Bei der Bere­chung des Ersatz­an­spruchs für die unfall­be­dingt erfor­der­lich gewor­de­ne Nut­zung eines Miet­wa­gens kann im Rah­men des Vor­teils­aus­gleichs für erspar­te Eigen­auf­wen­dun­gen ein pau­scha­ler Abzug von 5 % der Miet­wa­gen­kos­ten ange­mes­sen sein.

Ersatz der Miet­wa­gen­kos­ten nach einem Ver­kehrs­un­fall

Der durch einen fremd­ver­schul­de­ten Unfall geschä­dig­te Kfz-Eigen­tü­mer kann bei Inan­spruch­nah­me eines Miet­wa­gens die Auf­wen­dun­gen für eine der Voll­kas­ko­ver­si­che­rung ohne Selbst­be­tei­li­gung ent­spre­chen­de Haf­tungs­frei­stel­lung (hier: CDW = Col­li­si­on Dama­ge Wai­ver – Gebühr) grund­sätz­lich inso­weit ersetzt ver­lan­gen, als er wäh­rend der Miet­zeit einem erhöh­ten wirt­schaft­li­chen Risi­ko aus­ge­setzt war.

Die Gebühr für eine Insas­sen­un­fall­ver­si­che­rung PAI (= Per­so­nal Acci­dent Insuran­ce) ist nur ersatz­fä­hig, wenn dem Geschä­dig­ten vor dem Unfall ein ent­spre­chen­der Ver­si­che­rungs­schutz zur Ver­fü­gung stand.

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Urteil vom 30. Sep­tem­ber 2009 – 14 U 63/​09