Frei­stel­lung oder Zah­lung?

Der Gläu­bi­ger eines Anspruchs auf Frei­stel­lung von einer Ver­bind­lich­keit kann auch dann, wenn er (zunächst) nur Frei­stel­lung ver­lan­gen konn­te, Zah­lung begeh­ren, wenn aus dem pro­zes­sua­len Ver­hal­ten des Schuld­ners zu fol­gern ist, dass die­ser die geschul­de­te Befrei­ung ernst­haft und end­gül­tig ver­wei­gert hat.

Frei­stel­lung oder Zah­lung?

Unter die­sen Umstän­den kann der Gläu­bi­ger des Frei­stel­lungs­an­spruchs nach § 280 Abs. 1, 3, § 281 Abs. 1, 2 BGB Scha­dens­er­satz in Geld ver­lan­gen 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 18. Okto­ber 2012 – III ZR 279/​11

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 24.07.2012 – II ZR 297/​11, WM 2012, 1664 Rn. 30; und vom 17.02.2011 – III ZR 144/​10, NJW-RR 2011, 910 Rn. 22 mwN[]