Frist­ver­säum­nis am Gerichts­brief­kas­ten

Zur Wider­le­gung des auf der Beru­fungs­schrift ange­brach­ten gericht­li­chen Ein­gangs­stem­pels hat das Beru­fungs­ge­richt den Ver­fah­rens­be­voll­mäch­tig­ten einer Par­tei, der erklärt, den Schrift­satz per­sön­lich am letz­ten Tag der Frist in den Gerichts­brief­kas­ten gewor­fen zu haben, auch dann als Zeu­gen zu ver­neh­men, wenn die­ser – zur Glaub­haft­ma­chung – ledig­lich eine eides­statt­li­che Ver­si­che­rung vor­ge­legt hat und die­se dem Beru­fungs­ge­richt im Rah­men des Frei­be­wei­ses als nicht aus­rei­chend erscheint 1.

Frist­ver­säum­nis am Gerichts­brief­kas­ten

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Novem­ber 2009 – XII ZB 174/​08

  1. im Anschluss an BGH, Beschluss vom 07.10.1992 – XII ZB 100/​92Fam­RZ 1993, 313[]