Kein Not­we­ge­recht auch für den Rechts­nach­fol­ger

Der Eigen­tü­mer eines ver­bin­dungs­lo­sen Grund­stücks kann einen Not­weg nicht auch für sei­nen künf­ti­gen Ein­zel­rechts­nach­fol­ger ver­lan­gen.

Kein Not­we­ge­recht auch für den Rechts­nach­fol­ger

Zwar könn­te auch ein neu­er Eigen­tü­mer des ver­bin­dungs­lo­sen Grund­stücks bei unver­än­der­ten tat­säch­li­chen Ver­hält­nis­sen 1 gemäß § 917 BGB von den Eigen­tü­mer des Ver­bin­dungs­grund­stücks einen Not­weg ver­lan­gen. Das Ver­lan­gen ist aber Tat­be­stands­merk­mal für das Ent­ste­hen sowohl der Dul­dungs- als auch der Ren­ten­zah­lungs­pflicht 2. Solan­ge ein Ein­zel­rechts­nach­fol­ger einen Not­weg nicht ver­langt, hat er daher weder ein Benut­zungs­recht noch ist er zu einer Ren­ten­zah­lung ver­pflich­tet. Eben­so ver­hält es sich im Hin­blick auf einen (Ein­zel-)Rechts­nach­fol­ger der Eigen­tü­mers des durch das Not­we­ge­recht belas­te­ten Grund­stücks. Eine Dul­dungs­pflicht bzw. ein Ren­ten­an­spruch eines Rechts­nach­fol­gers ent­stün­de erst, wenn der Eigen­tü­mer des ver­bin­dungs­lo­sen Grund­stücks auch die­sem gegen­über die Benut­zung ver­langt.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 7. März 2014 – V ZR 137/​13

  1. vgl. BGH, Urteil vom 25.11.1964 – V ZR 187/​62, NJW 1965, 537, 538[]
  2. BGH, Urteil vom 19.04.1985 – V ZR 152/​83, BGHZ 94, 160, 162[]