Recht­li­ches Gehör – und der zen­tra­le Par­tei­vor­trag

Das Gebot recht­li­chen Gehörs ver­pflich­tet das Gericht, die Aus­füh­run­gen der Pro­zess­be­tei­lig­ten zur Kennt­nis zu neh­men und in Erwä­gung zu zie­hen.

Recht­li­ches Gehör – und der zen­tra­le Par­tei­vor­trag

Geht das Gericht in sei­nen Ent­schei­dungs­grün­den auf den wesent­li­chen Kern des Tat­sa­chen­vor­trags einer Par­tei zu einer Fra­ge nicht ein, die für das Ver­fah­ren von zen­tra­ler Bedeu­tung ist, lässt dies auf die Nicht­be­rück­sich­ti­gung des Vor­trags schlie­ßen, sofern er nicht nach dem Rechts­stand­punkt des Gerichts uner­heb­lich oder aber offen­sicht­lich unsub­stan­ti­iert war [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 10. Mai 2016 – VIII ZR 214/​15

  1. st. Rspr.; vgl. BVerfGE 47, 182, 189; 86, 133, 145 f.; BGH, Beschlüs­se vom 11.12 2012 – VIII ZR 37/​12 10; vom 11.03.2014 – VIII ZR 31/​13, NJW 2014, 1970 Rn. 7 mwN[]