Ver­jäh­rungs­hem­mung durch eine Teil­kla­ge

Gemäß § 204 Abs. 1 Nr. 1 BGB wird die Ver­jäh­rung durch die Erhe­bung der Kla­ge auf Leis­tung oder auf Fest­stel­lung des Anspruchs, auf Ertei­lung der Voll­stre­ckungs­klau­sel oder auf Erlass des Voll­stre­ckungs­ur­teils gehemmt.

Ver­jäh­rungs­hem­mung durch eine Teil­kla­ge

Dem ent­spricht im Zuge­winn­aus­gleichs­ver­fah­ren die Stel­lung des auf Zah­lung gerich­te­ten Leis­tungs­an­trags 1.

Dabei erstreckt sich die ver­jäh­rungs­hem­men­de Wir­kung eines nur mit einem Teil­be­trag rechts­hän­gig gemach­ten Antrags nicht auf den im Ver­fah­ren noch nicht gel­tend gemach­ten Teil 2.

Auch kann die Ver­tei­di­gung gegen den Fest­stel­lungs­wi­de­r­an­trag des Schuld­ners die Ver­jäh­rung wegen des vom Schuld­ner geleug­ne­ten, über den rechts­hän­gi­gen Teil­an­spruchs hin­aus­ge­hen­den Anspruchs nicht hem­men 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 5. Dezem­ber 2018 – XII ZR 116/​17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 31.01.2018 XII ZB 175/​17 Fam­RZ 2018, 581 Rn. 26[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 09.01.2008 XII ZR 33/​06 Fam­RZ 2008, 675 Rn. 14 ff.[]
  3. vgl. BGH, Urteil vom 15.08.2012 XII ZR 86/​11 NJW 2012, 3633 Rn. 24 ff.[]