Wider­rufs­be­leh­rung bei Ver­brau­cher­ge­schäf­ten

Bei bestimm­ten Geschäf­ten mit Ver­brau­chern (etwa bei Finan­zie­rungs­ge­schäf­ten oder Fern­ab­satz­ge­schäf­ten) steht dem Ver­brau­cher ein Wider­rufs­recht zu. Hier­über muss er vom Ver­käu­fer belehrt wer­den. Für die­se Wider­rufs­be­leh­rung hat das Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um eigens Mus­ter­for­mu­la­re geschaf­fen und als Anhang 2 zu § 14 BGB-InfoV im Bun­des­ge­setz­blatt ver­öf­fent­licht.

Wider­rufs­be­leh­rung bei Ver­brau­cher­ge­schäf­ten

Wie das Land­ge­richt Hal­le in einem jetzt bekannt gewor­de­nen Urteil ent­schie­den hat, ent­spricht die­ses Mus­ter­for­mu­lar für das Wider­rufs­recht bei Fern­ab­satz­ge­schäf­ten aber nicht den Vor­ga­ben des Geset­zes und ist des­halb unwirk­sam.

Ein Grund mehr, Wider­rufs­be­leh­run­gen und All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen einer grund­li­chen Über­prü­fung zu unter­zie­hen, und zwar auch dann, wenn sie bereits seit gerau­mer Zeit ver­wen­det wer­den.

Land­ge­richt Hal­le, Urteil vom 13. 5. 2005 – 1 S 28/​05