Fro­he Weih­nach­ten!

Am Advents­kranz brennt schon die vier­te Ker­ze und mor­gen erstrahlt über­all der frisch geschmück­te Weih­nachts­baum. Damit steht auch wie­der der Jah­res­wech­sel vor der Tür. Wie­der ist ein Jahr vor­über.
 
Wir, das Team der Rechts­lu­pe, bedan­ken uns für das uns im ver­gan­ge­nen Jahr ent­ge­gen­ge­brach­te Ver­trau­en und Inter­es­se.

Fro­he Weih­nach­ten!

Weihnachten

Lie­ber guter Weih­nachts­mann,
jetzt ist's so weit, jetzt bist Du dran.
Mein Chef ist näm­lich Rechts­an­walt,
der klagt Dich an, der stellt Dich kalt
 
Schon seit vie­len hun­dert Jah­ren
bist Du nun durch's Land gefah­ren,
ohne Num­mern­schild und Licht
auch TÜV und AU gab es nicht.
 
Der Schlit­ten eig­net sich nur schwer
zur Teil­nah­me am Luft­ver­kehr.
Es wird vor Gericht zu klä­ren sein:
Besitzt Du 'nen Pilo­ten­schein?
 
Durch den Kamin ins Haus zu kom­men
ist rein recht­lich streng genom­men
Haus­frie­dens­bruch – Ein­bruch sogar
Das gibt Gefäng­nis, das ist klar.
 
Und stiehlst Du nicht bei den Besu­chen
von frem­den Tel­lern Obst und Kuchen?
Das wird bestraft, das muss man ahn­den,
die Poli­zei wird nach Dir fahn­den.
 
Es ist auch all­ge­mein bekannt:
Du kommst gar nicht aus die­sem Land.
Wie man so hört, steht wohl Dein Haus
am Nord­pol, also sieht's so aus
als kämst Du nicht aus der EU;
das kommt zur Kla­ge­schrift dazu.
 
Hier kommt das deut­sche Recht zum Tra­gen,
ein jeder Rich­ter wird sich fra­gen
ob Dei­ne Arbeit rech­tens ist,
weil Du ohne Erlaub­nis bist.
 
Der Engel, der Dich stets beglei­tet,
ist min­der­jäh­rig und berei­tet
uns daher wirk­lich Kopf­zer­bre­chen:
Das Jugend­amt will mit Dir spre­chen!
 
Jetzt kom­men wir zu erns­ten Sachen.
Wir fin­den es gar nicht zum Lachen,
dass Kin­dern Du mit Schlä­gen drohst,
dar­über ist mein Chef erbost.
 
Nöti­gung heißt das Ver­ge­hen
und wird bestraft, das wirst Du sehen,
mit Frei­heits­ent­zug von ein paar Jah­ren!
Aus ist's bald mit Schlit­ten­fah­ren!
 
Das Hand­werk wird Dir bald gelegt,
es sei denn, die­ser Brief bewegt
Dich, die Kanz­lei reich zu beschen­ken
dann wer­den wir es über­den­ken.


In die­sem Sin­ne wün­schen wir allen Lesern der Rechts­lu­pe besinn­li­che Weih­nachts­ta­ge und einen guten Start in das neue Jahr 2016, in dem auch wir Ihnen wie­der ein ver­läss­li­cher Beglei­ter durch die Nie­de­run­gen des Rechts sein wol­len.
 
Wir lesen uns wie­der im neu­en Jahr!
 
Frohe Weihnachten!

P.S.:

Sie haben noch kei­nen Weih­nachts­baum? Dann erklä­ren wir Ihnen hier, wo Sie – recht­lich gese­hen – über­all einen Weih­nachts­baum kau­fen kön­nen.
 
Und den­ken Sie dar­an, Ihre Ker­zen nicht unbe­auf­sich­tigt bren­nen zu las­sen. War­um? Nun ja, die ver­si­che­rungs­recht­li­che Begrün­dung fin­den Sie hier.