Ver­fah­rens­recht in der Sozi­al­ver­si­che­rung

Die Bun­des­re­gie­rung hat einen Gesetz­ent­wurf zur Reform des Ver­fah­rens­rechts in der Sozi­al­ver­si­che­rung (Sozi­al­ge­setz­buch IV) auf den Weg gebracht.

Ver­fah­rens­recht in der Sozi­al­ver­si­che­rung

Das Gesetz sieht unter ande­rem vor, die Vor­schrif­ten zum Sozi­al­ver­si­che­rungs­aus­weis zusam­men­zu­fas­sen und die Sozi­al­ver­si­che­rungs-Ver­ord­nung auf­zu­he­ben. Außer­dem wird die Mel­de­pflicht von Insol­venz­ver­wal­ter in Insol­venz­fäl­len gesetz­lich gere­gelt.

Des Wei­te­ren wird klar­ge­stellt, dass Arbeit­neh­mer­bei­trä­ge zur Sozi­al­ver­si­che­rung im Insol­venz­fall zum Ver­mö­gen des Arbeit­neh­mers gehö­ren.

Opti­mie­run­gen und Ver­ein­fa­chun­gen bestehen­der recht­li­cher Rege­lun­gen im Bereich der Sozi­al­ver­si­che­run­gen wur­den jetzt vom Bun­des­rat in sei­ner Stel­lung­nah­me zum Gesetz­ent­wurf begrüßt. Es gel­te Melde‑, Aus­kunfts- und Beschei­ni­gungs­auf­wand der Arbeit­ge­ber auf ein Min­dest­maß zu beschrän­ken. Im wei­te­ren Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren, so for­dert der Bun­des­rat, sol­len Ver­trau­ens­schutz­re­ge­lun­gen für Ver­si­cher­te, die am 1. Janu­ar 2007 Alters­teil­zeit ver­ein­bar hat­ten, auf Ver­si­cher­te aus­ge­wei­tet wer­den, die an die­sem Stich­tag im Besitz einer Vor­ru­he­stands­ver­ein­ba­rung waren. Das lehnt die Bun­des­re­gie­rung ab. Es wer­de jedoch geprüft, ob es für die­sen Per­so­nen­kreis zur Auf­recht­erhal­tung des Sozi­al­ver­si­che­rungs­schut­zes ergän­zen­der Rege­lun­gen bedarf.