Kla­ge auf Gut­schrift von Arbeits­stun­den und Urlaubs­ta­gen

Eine Leis­tungs­kla­ge, einem Arbeits­zeit­kon­to Stun­den "gut­zu­schrei­ben", ist hin­rei­chend bestimmt im Sin­ne von § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, wenn der Arbeit­ge­ber für den Arbeit­neh­mer ein Zeit­kon­to führt, auf dem zu erfas­sen­de Arbeits­zei­ten nicht auf­ge­nom­men wur­den und noch gut­ge­schrie­ben wer­den kön­nen1 und die vom Klä­ger gefor­der­te Leis­tungs­hand­lung sich zumin­dest sei­nem Sach­vor­trag ent­neh­men lässt.

Kla­ge auf Gut­schrift von Arbeits­stun­den und Urlaubs­ta­gen

Auch die Kla­ge, dem Urlaubs­kon­to eine bestimm­te Anzahl von Urlaubs­ta­gen gut­zu­schrei­ben, ist zuläs­sig2.

Der Arbeit­neh­mer hat einen Anspruch dar­auf, dass sein Urlaubs­kon­to rich­tig geführt wird. Der Anspruch rich­tet sich dar­auf, dem Urlaubs­kon­to einen Tag gut­zu­schrei­ben und damit letzt­end­lich einen Tag Urlaub nach­zu­ge­wäh­ren.

Arbeits­ge­richt Stutt­gart, Urteil vom 23. Febru­ar 2017 – 9 Ca 350/​16

  1. vgl. BAG Urteil vom 22.02.2012 – 4 AZR 527/​10 []
  2. stän­di­ge Recht­spre­chung, z.B. BAG Urteil vom 15.10.2013 – 9 AZR 374/​12 []