Kün­di­gung für Rau­cher

Ein mehr­fa­cher Ver­stoß gegen ein betrieb­li­ches Rauch­ver­bot kann zur Kün­di­gung berech­ti­gen. So hat jetzt das Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln hat in einem die­se Woche ver­öf­fent­lich­ten Urteil ent­schie­den, dass die frist­ge­rech­te Kün­di­gung eines lang­jäh­rig beschäf­tig­ten Lager­ar­bei­ters wirk­sam war, der mehr­fach gegen ein betrieb­li­ches Rauch­ver­bot ver­sto­ßen hat­te.

Kün­di­gung für Rau­cher

Der Arbeit­neh­mer war in einem Betrieb beschäf­tigt, der Lebens­mit­tel her­stellt. Im Lager galt zum Schutz der Lebens­mit­tel und aus Brand­schutz­grün­den ein Rauch­ver­bot. Am 21.04.2006 war der Lager­ar­bei­ter vom Geschäfts­füh­rer rau­chend dort ange­trof­fen wor­den. Dar­auf wur­de eine Abmah­nung aus­ge­spro­chen. Weni­ger als 3 Mona­te danach rauch­te der Arbei­ter erneut im Lager. Ihm wur­de frist­ge­recht zum 31.03.2007 gekün­digt. Zwi­schen Geschäfts­lei­tung und Betriebs­rat wur­de jedoch ver­ein­bart, dass wegen des Alters und der lan­gen Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit des Arbeit­neh­mers die Kün­di­gung zurück­ge­nom­men wer­den soll­te, wenn die­ser inner­halb der Kün­di­gungs­frist nicht mehr gegen die Betriebs­ord­nung ver­sto­ße. Dem­entspre­chend wur­de, weil kein neu­er Ver­stoß fest­ge­stellt wur­de, das Arbeits­ver­hält­nis über den 31.03.2007 fort­ge­setzt. Bereits im August jedoch rauch­te der Arbei­ter erneut im Lager, wor­auf ihm erneut frist­ge­recht gekün­digt wur­de. Die Kün­di­gungs­schutz­kla­ge des rau­chen­den Arbeit­neh­mers dage­gen blieb vor dem Arbeits­ge­richt Bonn wie auch in der Beru­fung vor dem Lan­des­ar­beits­ge­richts Köln erfolg­los.

Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln, Urteil vom 1. August 2008, Az. 4 Sa 590/​08