Wei­ter­be­schäf­ti­gungs­an­trag – und sei­ne hin­rei­chen­de Bestimmt­heit

Der Wei­ter­be­schäf­ti­gungs­an­trag ist aus­rei­chend iSv. § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO bestimmt, wenn das Berufs­bild (Art der Beschäf­ti­gung), mit dem der Arbeit­neh­mer beschäf­tigt wer­den soll, sich aus dem Antrag oder sich in ver­gleich­ba­rer Wei­se ergibt, wor­in die Tätig­keit bestehen soll1.

Wei­ter­be­schäf­ti­gungs­an­trag – und sei­ne hin­rei­chen­de Bestimmt­heit

Ein­zel­hei­ten hin­sicht­lich der Art der Beschäf­ti­gung oder sons­ti­ger Arbeits­be­din­gun­gen muss der Titel dem­ge­gen­über nicht ent­hal­ten2.

Bei einer im Arbeits­ver­trag nur rah­men­mä­ßig umschrie­be­ner Arbeits­pflicht kann der Titel aus mate­ri­ell-recht­li­chen Grün­den nicht so genau sein, dass er auf eine ganz bestimm­te im Ein­zel­nen beschrie­be­ne Tätig­keit oder Stel­le zuge­schnit­ten ist; dar­auf hat der Arbeit­neh­mer kei­nen Anspruch, das Wei­sungs­recht nach § 106 GewO steht dem Arbeit­ge­ber zu3.

Arbeits­ge­richt Stutt­gart, Urteil vom 20. Janu­ar 2017 – 26 Ca 866/​16

  1. vgl. BAG 19.03.2015 – 9 AZR 702/​13, Rn. 25 mwN, EzA ZPO 2002 § 888 Nr. 2
  2. vgl. BAG 15.04.2009 – 3 AZB 93/​08, Rn.20, BAGE 130, 195; LAG Baden-Würt­tem­berg 9.11.2015 – 17 Ta 23/​15, Rn. 33; LAG Schles­wig-Hol­stein 6.09.2012 – 1 Ta 142/​12, Rn. 23; LAG Rhein­land-Pfalz 28.10.2009 – 6 Ta 238/​09
  3. vgl. BAG 27.05.2015 – 5 AZR 88/​14, Rn. 44, NZA 2015, 1053