Pflicht zur Aus­kunft und Abga­be einer eides­statt­li­chen Ver­si­che­rung – und die Beschwer

Der Wert des Beschwer­de­ge­gen­stands eines Rechts­mit­tels gegen die Ver­pflich­tung zur Abga­be einer eides­statt­li­chen Ver­si­che­rung bemisst sich nach den­sel­ben Grund­sät­zen wie bei der Ver­pflich­tung zur Aus­kunfts­er­tei­lung1.

Pflicht zur Aus­kunft und Abga­be einer eides­statt­li­chen Ver­si­che­rung – und die Beschwer

Bei die­ser ist grund­sätz­lich das Inter­es­se des Rechts­mit­tel­füh­rers maß­geb­lich, die Aus­kunft nicht ertei­len zu müs­sen. Abge­se­hen von dem Fall eines beson­de­ren Geheim­hal­tungs­in­ter­es­ses ist hier­bei auf den Auf­wand an Zeit und Kos­ten abzu­stel­len, den die sorg­fäl­ti­ge Ertei­lung der geschul­de­ten Aus­kunft erfor­dert. Der für die Abga­be der eides­statt­li­chen Ver­si­che­rung maß­geb­li­che Zeit- und Kos­ten­auf­wand ent­spricht regel­mä­ßig dem­je­ni­gen für die Ertei­lung der vor­an­ge­gan­ge­nen Aus­kunft2.

Auf die­ser recht­li­chen Grund­la­ge ist der Wert der Beschwer nach § 113 Abs. 1 Satz 2 FamFG iVm § 3 ZPO nach bil­li­gem Ermes­sen zu bestim­men. Das Rechts­be­schwer­de­ge­richt kann die Bemes­sung der Beschwer nur ein­ge­schränkt dar­auf über­prü­fen, ob das Beschwer­de­ge­richt die gesetz­li­chen Gren­zen über­schrit­ten oder sein Ermes­sen feh­ler­haft aus­ge­übt hat3.

Aller­dings ste­hen die vor Abga­be der eides­statt­li­chen Ver­si­che­rung anläss­lich der Über­prü­fung und even­tu­el­len Ergän­zung der Aus­kunft ent­ste­hen­den Kos­ten im Zusam­men­hang mit der Abga­be der eides­statt­li­chen Ver­si­che­rung selbst und kön­nen des­halb den Beschwer­de­wert des Ver­fah­rens zur Abga­be der eides­statt­li­chen Ver­si­che­rung erhö­hen4.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. Novem­ber 2017 – XII ZB 489/​

  1. im Anschluss an BGH, Beschluss vom 26.10.2016 XII ZB 560/​15 Fam­RZ 2017, 225
  2. BGH, Beschluss vom 26.10.2016 XII ZB 560/​15 Fam­RZ 2017, 225 Rn. 7 mwN
  3. BGH, Beschluss vom 26.10.2016 XII ZB 560/​15 Fam­RZ 2017, 225 Rn. 8 mwN
  4. BGH, Beschluss vom 28.11.2012 XII ZB 620/​11 Fam­RZ 2013, 105 Rn. 17 mwN; s. auch BGH Beschluss vom 13.09.2017 – IV ZB 21/​16 15 und BGH, Beschluss vom 26.10.2016 XII ZB 560/​15 Fam­RZ 2017, 225 Rn. 10