Streit­wert­be­mes­sung bei einem Stu­fen­an­trag

Bei Erhe­bung eines Stu­fen­kla­ge­an­tra­ges, gerich­tet zunächst auf Aus­kunft und sodann auf der Grund­la­ge der erteil­ten Aus­kunft auf Zah­lung, bemisst sich der Streit­wert gemäß § 38 FamG­KG nach dem höhe­ren der ver­bun­de­nen Ansprü­che.

Streit­wert­be­mes­sung bei einem Stu­fen­an­trag

Der höchs­te Streit­wert ist stets maß­ge­bend für die gericht­li­che und die anwalt­li­che Ver­fah­rens­ge­bühr, wäh­rend sich der Streit­wert für die Ter­mins­ge­bühr nach dem Wert der­je­ni­gen Ver­fah­rens­stu­fe rich­tet, in der die­se Gebüh­ren anfal­len.

Für die Bewer­tung des Zah­lungs­an­spruchs sind die Vor­stel­lun­gen des Antrag­stel­lers bei Ein­lei­tung des Ver­fah­rens maß­ge­bend.

Auch vor­sorg­lich in eine Ver­ein­ba­rung auf­ge­nom­me­ne Erklä­run­gen kön­nen einen Wert haben.

Wech­sel­sei­tig mit Antrag und Wide­r­an­trag gel­tend gemach­te Aus­kunfts­an­sprü­che haben kei­nen eige­nen Wert (§ 39 Abs. 1 S. 3 FamG­KG), wenn Antrag und Wide­r­an­trag den­sel­ben Streit­ge­gen­stand betref­fen.

Thü­rin­ger Ober­lan­des­ge­richt, Beschluss vom 30. Juli 2012 – 1 WF 396/​12