Arbeits­the­ra­peuthi­sche Maß­nah­men und das per­sön­li­che Bud­get eines Behin­der­ten

Nur wenn nach den für den zustän­di­gen Leis­tungs­trä­ger maß­geb­li­chen mate­ri­ell­recht­li­chen Vor­schrif­ten ein Anspruch auf Leis­tun­gen zur Teil­ha­be dem Grun­de nach besteht, kann eine Leis­tung zur Teil­ha­be in Form des per­sön­li­chen Bud­gets erbracht wer­den. Das per­sön­li­che Bud­get im Sin­ne des § 17 SGB IX stellt eine beson­de­re Aus­ge­stal­tung der Erbrin­gung von Leis­tun­gen zur Teil­ha­be dar; § 17 SGB IX ersetzt nicht eine mate­ri­ell­recht­li­che Anspruchs­grund­la­ge für die jewei­li­ge Leis­tung.

Arbeits­the­ra­peuthi­sche Maß­nah­men und das per­sön­li­che Bud­get eines Behin­der­ten

Ent­spricht eine arbeits­the­ra­peuthi­sche Maß­nah­me in ihrer Band­brei­te nicht den im Eingangs‑, Werk­statt- oder Berufs­bil­dungs­be­reich einer Werk­statt für behin­der­te Men­schen erbrach­ten Leis­tung nach §§ 97 ff SGB III, kann sie daher auch nicht im Rah­men eines per­sön­li­chen Bud­gets erbracht wer­den. Leis­tun­gen im Ein­gangs­be­reich oder auch im Berufs­bil­dungs­be­reich kön­nen auch im Rah­men der §§ 97 ff SGB III nur in einer aner­kann­ten Werk­statt für behin­der­te Men­schen durch­ge­führt wer­den.

Leis­tun­gen nach §§ 53 ff SGB XII kom­men nicht in Betracht, wenn der Hil­fe­be­dürf­ti­ge mit Hil­fe der begehr­ten Leis­tung weder in einen Kon­takt zur Gemein­schaft tritt, noch ihm dadurch die Aus­übung eines ange­mes­se­nen Berufs oder einer sons­ti­gen ange­mes­se­nen Tätig­keit ermög­licht wird.

Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Würt­tem­berg, Beschluss vom 9. Dezem­ber 2010 – L 13 AL 4629/​10 ER‑B