Pfört­ner ohne Hand

Eine Erwerbs­un­fä­hig­keit liegt nicht vor, wenn noch ande­re Beru­fe aus­ge­übt wer­den kön­nen. Bei der Prü­fung einer Erwerbs­un­fä­hig­keit durch die Ren­ten­ver­si­che­rung sind dabei ins­be­son­de­re die Beru­fe des Pfört­ners und des Muse­ums­wär­ters sehr beliebt, da die­se Beru­fe nach Ansicht der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung noch mit nahe­zu jedem Gebre­chen aus­ge­übt wer­den kön­nen. Hier zeigt jetzt das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Würt­tem­berg Gren­zen auf:

Pfört­ner ohne Hand

Ein Ver­si­cher­ter, des­sen Gebrauchs­hand nahe­zu funk­ti­ons­un­fä­hig ist, kann bei der Prü­fung der Vor­aus­set­zun­gen für eine Erwerbs­min­de­rungs­ren­te nicht auf Tätig­kei­ten als Pfört­ner (auch an der Neben­pfor­te), als Muse­ums­wär­ter oder Muse­ums­auf­sicht ver­wie­sen wer­den.

Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Würt­tem­berg, Urteil vom 26. März 2010 – L 4 R 3765/​08
[Eine aus­führ­li­che Dar­stel­lung die­ses Urteils fin­den Sie im Ren­ten­Bo­ten.]