Roll­stuhl­bas­ket­ball auf Rezept

Die Kran­ken­kas­se muss nach einem Urteil des Sozi­al­ge­richts Det­mold einen Zuschuss für den Roll­stuhl­bas­ket­ball eines Quer­schnitt­ge­lähm­ten bezah­len

Roll­stuhl­bas­ket­ball auf Rezept

Ein Quer­schnitts­glähm­ter kann nach dem Urteil des Sozi­al­ge­richts Det­mold dau­er­haft Anspruch auf finan­zi­el­le För­de­rung des Roll­stuhl­sports haben, wenn dies zur Unter­stüt­zung der medi­zi­ni­schen Reha­bi­li­ta­ti­on not­wen­dig ist. Der Kran­ken­kas­se ist die Beru­fung auf die von den Reha­bi­li­ta­ti­ons­trä­gern geschlos­se­ne Rah­men­ver­ein­ba­rung, die eine zeit­li­che Begren­zung des Anspruchs vor­sieht, ver­wehrt. Dies gilt auch dann, wenn die Kran­ken­kas­se in der Ver­gan­gen­heit den Grup­pen­sport bereits finan­zi­ell unter­stützt hat. Der Gesetz­ge­ber hat den Reha­bi­li­ta­ti­ons­sport in Grup­pen aus­drück­lich als ergän­zen­de Leis­tung zur Kran­ken­be­hand­lung auf­ge­führt. Wenn neben der Kran­ken­be­hand­lung, etwa zur Moti­va­ti­ons­stei­ge­rung, der Grup­pen­sport not­wen­dig ist, muss die Kran­ken­kas­se anders als bei gym­nas­ti­schen Übun­gen, die in Eigen­re­gie durch­ge­führt wer­den kön­nen, eine finan­zi­el­le Unter­stüt­zung gewäh­ren.

Sozi­al­ge­richt Det­mold, Urteil vom 24.11.2010 – S 5 KR 172/​09