Die erlo­sche­ne Pro­zess­voll­macht – und ihr Nach­wir­ken

Bestand eine Voll­macht, so wirk­te sie nach § 155 FGO i.V.m. § 87 Abs. 1 ZPO gegen­über dem Finanz­ge­richt so lan­ge fort, bis das Erlö­schen der Voll­macht ange­zeigt wur­de.

Die erlo­sche­ne Pro­zess­voll­macht – und ihr Nach­wir­ken

Das bedeu­tet, dass das Finanz­ge­richt bis zu die­sem Zeit­punkt Pro­zess­hand­lun­gen, ins­be­son­de­re auch Ladun­gen 1, wirk­sam gegen­über dem bis­he­ri­gen Bevoll­mäch­tig­ten vor­neh­men konn­te. Auf die Fra­ge, wann die Voll­macht erlo­schen ist, kommt es in die­sem Zusam­men­hang noch nicht an.

Auch die Fort­wir­kung der Ver­tre­tung nach § 155 FGO i.V.m. § 87 Abs. 1 ZPO ist eine ord­nungs­ge­mä­ße Ver­tre­tung. Andern­falls wäre die­se Vor­schrift obso­let.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 25. Juli 2016 – X B 20/​16

  1. vgl. dazu etwa BFH, Beschluss vom 21.07.2011 – IV B 99/​10, BFH/​NV 2011, 1904, m.w.N.[]