Die form­un­wirk­sa­me ver­ein­bar­te Unter­be­tei­li­gung zwi­schen Ehe­gat­ten

Ob bei Ver­trä­gen zwi­schen nahen Ange­hö­ri­gen der Man­gel der zivil­recht­li­chen Form als Beweis­an­zei­chen mit ver­stärk­ter Wir­kung den Ver­trags­par­tei­en anzu­las­ten ist, beur­teilt sich nach der Eigen­qua­li­fi­ka­ti­on des Rechts­ver­hält­nis­ses durch die Par­tei­en.

Die form­un­wirk­sa­me ver­ein­bar­te Unter­be­tei­li­gung zwi­schen Ehe­gat­ten

Ver­ein­ba­ren Ehe­gat­ten die Unter­be­tei­li­gung an einem von einem Drit­ten treu­hän­de­risch für einen der Ehe­gat­ten als Treu­ge­ber gehal­te­nen Kapi­tal­ge­sell­schafts­an­teil in einer zivil­recht­lich nicht hin­rei­chen­den Form und behaup­ten sie, den Ver­trag ent­spre­chend dem Ver­ein­bar­ten auch tat­säch­lich voll­zo­gen zu haben, so kön­nen sie zum Beweis nicht ledig­lich ihre eige­ne Schil­de­rung des Ver­fah­rens­ab­laufs mit Blick auf die zwi­schen Ehe­gat­ten intern übli­chen Gepflo­gen­hei­ten (kei­ne schrift­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on) anbie­ten.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 11. Mai 2010 – IX R 19/​09