Gewerb­li­cher Grund­stücks­han­del auf Druck der Bank

Die per­sön­li­chen oder finan­zi­el­len Beweg­grün­de für die Ver­äu­ße­rung von Immo­bi­li­en sind für die Zuord­nung zum gewerb­li­chen Grund­stücks­han­del oder zur Ver­mö­gens­ver­wal­tung uner­heb­lich; dies gilt, wie der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt aus­drück­lich bestä­tig­te, auch für wirt­schaft­li­che Zwän­ge wie etwa bei einem Druck der finan­zie­ren­den Bank und der Andro­hung von Zwangs­maß­nah­men.

Gewerb­li­cher Grund­stücks­han­del auf Druck der Bank

Die –durch die Ver­äu­ße­rung von mehr als drei Objek­ten inner­halb von etwa fünf Jah­ren indi­zier­te– (zumin­dest) beding­te Ver­äu­ße­rungs­ab­sicht beim Erwerb kann nur durch objek­ti­ve Umstän­de wider­legt wer­den, nicht aber durch Erklä­run­gen des Steu­er­pflich­ti­gen über sei­ne Absich­ten. In Betracht kom­men vor­nehm­lich Gestal­tun­gen des Steu­er­pflich­ti­gen in zeit­li­cher Nähe zum Erwerb, die eine spä­te­re Ver­äu­ße­rung wesent­lich erschwe­ren oder unwirt­schaft­li­cher machen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 17. Dezem­ber 2009 – III R 101/​06