Abschrei­bung bei Wech­sel der Nut­zungs­art

Das Ein­kom­men­steu­er­recht sieht für zu Wohn­zwe­cken und zu betrieb­li­chen Zwe­cken genutz­ten Gebäu­den unter­schied­li­che Abschrei­bungs­mög­lich­kei­ten vor. Wäh­rend bei zu frem­den Wohn­zwe­cken genutz­te Gebäu­de degres­siv abge­schrie­ben wer­den dür­fen, ist ansons­ten nur eine (in der Regel ungüns­ti­ge­re) linea­re Abschrei­bung mög­lich.

Abschrei­bung bei Wech­sel der Nut­zungs­art

Wird aber ein zunächst zu frem­den Wohn­zwe­cken genutz­tes und gemäß § 7 Abs. 5 Satz 1 Nr. 3 EStG mit 7 v.H. degres­siv abge­schrie­be­nes Gebäu­de nun­mehr zu fremd­be­trieb­li­chen Zwe­cken genutzt, so muss der Steu­er­pflich­ti­ge nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs nicht zur linea­ren AfA gemäß § 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG über­ge­hen, son­dern kann wei­ter­hin eine degres­si­ve AfA gemäß § 7 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG in Höhe von 5 v.H. bean­spru­chen (ent­ge­gen R 44 Abs. 8 Satz 2 2. Halb­satz EStR).

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 15. Febru­ar 2005 – IX R 32/​03