Eigen­heim­för­de­rung – rel­oa­ded

Die Über­le­gun­gen zu einer neu­en Eigen­heim­för­de­rung neh­men lang­sam Gestalt an. Grund­la­ge hier­zu sind eini­ge Eck­punk­te, auf die sich die Frak­ti­ons­spit­zen der Gro­ßen Koali­ti­on bereits im Okto­ber 2007 ver­stän­digt haben. Nun­mehr hat das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um ange­kün­digt, dass kurz­fris­tig ein Gesetz­ent­wurf in den Bun­des­tag ein­ge­bracht wer­den wird.

Eigen­heim­för­de­rung – rel­oa­ded

Nach Dar­stel­lung des BMF soll die För­de­rung durch die neue “Eigen­heim­ren­te” ins­be­son­de­re an fol­gen­den Punk­ten anset­zen:

  • Die Rege­lun­gen der Ries­ter-För­de­rung sol­len künf­tig auch für den Immo­bi­li­en­er­werb gel­ten. Das heißt: Mit den Ries­ter-Zula­gen wird auch der Kauf oder die Ent­schul­dung einer Woh­nung oder eines Hau­ses sowie der Erwerb von Antei­len an Wohn­ge­nos­sen­schaf­ten belohnt. Vor­aus­set­zung für die För­de­rung ist, dass die Woh­nung selbst genutzt wird.
  • Wie bei allen Ries­ter-Pro­duk­ten gilt: In der Spar­pha­se sind die Bei­trä­ge steu­er­frei. In der Aus­zah­lungs­pha­se wer­den die Leis­tun­gen besteu­ert.
  • Das steu­er­li­che geför­der­te Kapi­tal wird in einem so genann­ten Wohn­för­der­kon­to erfasst.
  • Zu Beginn der Aus­zah­lungs­pha­se kön­nen Spa­rer wäh­len: Beglei­chen sie die Steu­er­schuld auf einen Schlag, dann wird ein Vier­tel der Steu­ern erlas­sen. Der För­der­be­rech­tig­te kann aber auch die Sum­me über meh­re­re Jah­re abbe­zah­len (nach­ge­la­ger­te Besteue­rung).
  • Grund­la­ge für die nach­ge­la­ger­te Besteue­rung ist nur der Umfang der tat­säch­lich in Anspruch genom­me­nen För­de­rung, nicht dage­gen der Nut­zungs­wert.
  • Die Til­gung von Immo­bi­li­en­kre­di­ten wird steu­er­lich gleich­ran­gig berück­sich­tigt wie Alters­vor­sor­ge­bei­trä­ge. Die staat­li­chen Zula­gen für Til­gungs­bei­trä­ge müs­sen dem­entspre­chend zu 100 Pro­zent für die Dar­le­hens­til­gung ein­ge­setzt wer­den.
  • Wer bereits staat­lich geför­dert ein Alters­vor­sor­ge­ver­mö­gen ange­spart hat, kann einen Teil für die Anschaf­fung oder den Bau der eige­nen vier Wän­de ver­wen­den. Das­sel­be gilt auch für den Erwerb von Genos­sen­schafts­an­tei­len. Eine sol­che “Ent­nah­me­mög­lich­keit” wird auch für den Beginn der Aus­zah­lungs­pha­se vor­ge­schla­gen, um damit eine selbst genutz­te Wohn­im­mo­bi­lie ent­schul­den zu kön­nen. Eine Rück­zah­lung des Ent­nah­me­be­trags ist nicht mehr zwin­gend erfor­der­lich.
  • Dar­le­hens­ver­trä­ge für die Anschaf­fung und den Bau von selbst genutz­ten Immo­bi­li­en und Genos­sen­schafts­an­tei­len gehö­ren künf­tig zu den begüns­tig­ten Anla­ge­pro­duk­ten. Bau­spar­kas­sen und Woh­nungs­ge­nos­sen­schaf­ten sind dann zuge­las­se­ne Anbie­ter.
  • Woh­nungs­bau­prä­mi­en sol­len künf­tig nur noch gewährt wer­den, wenn das gespar­te Kapi­tal in Wohn­im­mo­bi­li­en inves­tiert wird. Bis­her kann es nach Ablauf der Spar­frist für ande­re Zwe­cke ver­wen­det wer­den. Das Woh­nungs­bau­prä­mi­en­ge­setz wird damit stär­ker auf woh­nungs­wirt­schaft­li­che Maß­nah­men aus­ge­rich­tet.