Ein­spruchs­ver­fah­ren in Kin­der­geld­sa­chen – und die Kos­ten­er­statt­tung in Abzwei­gungs­fäl­len

Die Rege­lung über die Erstat­tung von Kos­ten im Vor­ver­fah­ren ist gemäß § 77 EStG ana­log anwend­bar, soweit der Ein­spruch des Kin­des gegen die Ableh­nung der bean­trag­ten Abzwei­gung des Kin­der­gelds an sich selbst erfolg­reich ist 1.

Ein­spruchs­ver­fah­ren in Kin­der­geld­sa­chen – und die Kos­ten­er­statt­tung in Abzwei­gungs­fäl­len

Damit ist eine Kos­ten­er­stat­tung nicht auf erfolg­rei­che Ein­sprü­che gegen Kin­der­geld­fest­set­zun­gen selbst beschränkt.

Danach hat das Kind auch einen Anspruch auf Kos­ten­er­stat­tung nach § 77 Abs. 1 EStG wenn es um die Kos­ten­er­stat­tung für einen erfolg­rei­chen Ein­spruch gegen einen Rück­for­de­rungs­be­scheid im Nach­gang zu einem auf­ge­ho­be­nen Abzwei­gungs­be­scheid geht. Inso­weit ist der Sach­ver­halt dem­je­ni­gen ver­gleich­bar, der dem Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs in BFHE 246, 410, BSt­Bl II 2015, 148 zugrun­de lag.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 18. Novem­ber 2015 – XI R 24 ‑25/​14

  1. BFH, Urteil vom 26.06.2014 – III R 39/​12, BFHE 246, 410, BSt­Bl II 2015, 148[]