Ende für Steu­er­spar­fonds?

Ver­lus­te aus so genann­ten Steu­er­spar­fonds kön­nen nach einem Gesetz­ent­wurf künf­tig nur noch mit spä­te­ren Gewin­nen aus der­sel­ben Ein­kunfts­quel­le ver­rech­net wer­den. Das Bun­des­ka­bi­nett hat am 24. Novem­ber einer For­mu­lie­rungs­hil­fe für einen ent­spre­chen­den Gesetz­ent­wurf der Regie­rungs­frak­tio­nen zuge­stimmt. Damit wer­den die bis­he­ri­gen Ver­lust­ver­rech­nungs­mög­lich­kei­ten bei Steu­er­spar­mo­del­len ein­ge­schränkt.
Der Gesetz­ent­wurf sieht vor, Ver­rech­nungs­mög­lich­kei­ten für Ver­lus­te aus Steu­er­stun­dungs­mo­del­len zu beschrän­ken, denen ein Steu­er­pflich­ti­ger nach dem 10. Novem­ber 2005 bei­tritt oder für die nach dem 10. Novem­ber 2005 mit dem Außen­be­trieb begon­nen wur­de. Der Beschluss von Kapi­tal­erhö­hun­gen und die Reinves­ti­ti­on von Erlö­sen in neue Pro­jek­te ste­hen dem Beginn des Außen­ver­triebs gleich.

Ende für Steu­er­spar­fonds?

Betrof­fen sind in ers­ter Linie Ver­lus­te aus gewerb­li­chen Steu­er­stun­dungs­mo­del­len: Schiffs­be­tei­li­gun­gen – soweit sie noch Ver­lus­te vermitteln‑, Medi­en­fonds, so genann­te New Ener­gy Fonds, Lea­sing­fonds, Wert­pa­pier­han­dels­fonds und Video­ga­me­fonds. Außer­dem sind Ver­lus­te aus selbst­stän­di­ger Arbeit, aus typi­schen stil­len Gesell­schaf­ten, aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung (ins­be­son­de­re geschlos­se­ne Immo­bi­li­en­fonds) und Ver­lus­te aus sons­ti­gen Ein­künf­ten ein­be­zo­gen. Damit sol­len Umge­hun­gen ver­mie­den wer­den.

Nicht betrof­fen sind dage­gen Pri­va­te Equi­ty und Ven­ture Capi­tal Fonds, da die­se ihren Anle­gern kei­ne Ver­lus­te zuwei­sen.