Grund­stücks­han­del durch Schwes­ter­per­so­nen­ge­sell­schaf­ten

Bei der Beant­wor­tung der Fra­ge, ob eine Per­so­nen­ge­sell­schaft wegen Über­schrei­tung der sog. Drei-Objekt-Gren­ze den Bereich der pri­va­ten Ver­mö­gens­ver­wal­tung ver­las­sen hat, sind sol­che Grund­stücks­ak­ti­vi­tä­ten nicht mit­zu­zäh­len, die die Gesell­schaf­ter allein oder im Rah­men einer ande­ren gewerb­lich täti­gen Per­so­nen­ge­sell­schaft ent­wi­ckelt haben.

Grund­stücks­han­del durch Schwes­ter­per­so­nen­ge­sell­schaf­ten

Ein zeit­li­cher Zusam­men­hang von mehr als zwei Jah­ren zwi­schen Erwerb oder Bebau­ung und (nach­fol­gen­der) Ver­äu­ße­rung eines Grund­stücks gestat­tet für sich genom­men nicht den Schluss, dass der Grund­be­sitz mit der unbe­ding­ten Absicht erwor­ben oder bebaut wor­den ist, ihn als­bald zu ver­kau­fen. Das gilt auch dann, wenn der Ver­äu­ße­rer Grund­stücks­mak­ler ist oder der Bau­bran­che ange­hört.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 17. Dezem­ber 2008 – IV R 72/​07