Kir­chen­steu­er in glau­bens­ver­schie­de­nen Ehen

Eine Bemes­sung der Kir­chen­steu­er in glau­bens­ver­schie­de­nen Ehen, die im Fal­le der ein­kom­men­steu­er­recht­li­chen Zusam­men­ver­an­la­gung auf die jeweils auf die Ehe­gat­ten ent­fal­len­den Ein­kom­men­steu­er­an­tei­le nach Maß­ga­be einer fik­ti­ven getrenn­ten Ver­an­la­gung als Bemes­sungs­grund­la­ge abstellt, wider­spricht nicht dem Grund­satz einer Besteue­rung nach der wirt­schaft­li­chen Leis­tungs­fä­hig­keit und ist des­halb ver­fas­sungs­recht­lich nicht zu bean­stan­den.

Kir­chen­steu­er in glau­bens­ver­schie­de­nen Ehen

Dem Gesetz­ge­ber steht es im Rah­men sei­nes wei­ten Gestal­tungs­spiel­raums viel­mehr grund­sätz­lich frei, bei der steu­er­recht­li­chen Zurech­nung der Ein­kom­mens­an­tei­le der Ehe­gat­ten auf das Halb­tei­lungs­prin­zip oder auf das Indi­vi­dua­li­sie­rungs­prin­zip oder auf eine Zwi­schen­lö­sung abzu­stel­len.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 19. Okto­ber 2009 – 13 LA 182/​08