Ver­lust­vor­trä­ge aus Ter­min­ge­schäf­ten bei Son­der­ver­mö­gen

Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um hat in einem Rund­schrei­ben zur Fra­ge der Berück­sich­ti­gung von Ver­lust­vor­trä­gen aus Ter­min­ge­schäf­ten bei Son­der­ver­mö­gen Stel­lung genom­men.

Ver­lust­vor­trä­ge aus Ter­min­ge­schäf­ten bei Son­der­ver­mö­gen

Das Gesetz über die Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaf­ten stuf­te Gewin­ne aus nach dem 31. März 1999 abge­schlos­se­nen Ter­min­ge­schäf­ten gemäß § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 EStG sowohl bei Aus­schüt­tung als auch bei The­sau­rie­rung für alle Anle­ger­ka­te­go­ri­en als steu­er­pflich­tig ein (§ 39 Abs. 1 Satz 1 und 2 KAGG i.V.m. § 43 Abs. 12 Satz 1 KAGG). Auf Ver­lus­te aus sol­chen Ter­min­ge­schäf­ten war wegen der unein­ge­schränk­ten Bezug­nah­me auf § 23 Abs. 3 EStG die Ver­lust­klau­sel in Satz 8 und 9 der Vor­schrift anzu­wen­den.

Durch das Invest­ment­steu­er­ge­setz (InvStG) wur­de die Besteue­rung der Ergeb­nis­se von durch die Invest­ment­ver­mö­gen getä­tig­ten Ter­min­ge­schäf­ten in dem Sin­ne neu gere­gelt, dass eine Gleich­be­hand­lung mit den Ergeb­nis­sen aus der Ver­äu­ße­rung von Wert­pa­pie­ren erfolgt. Danach sind die the­sau­ri­er­ten Gewin­ne aus Ter­min­ge­schäf­ten auf­grund der Defi­ni­ti­on der aus­schüt­tungs­glei­chen Erträ­ge in § 1 Abs. 3 Satz 3 InvStG für alle Anle­ger­ka­te­go­ri­en nicht steu­er­bar und beim Pri­vat­an­le­ger bei Aus­schüt­tung nach § 2 Abs. 3 Nr. 1 InvStG steu­er­frei.

Zusätz­lich ist in § 3 Abs. 4 InvStG eine all­ge­mei­ne Regel zur Ver­rech­nung von nega­ti­ven Erträ­gen des Invest­ment­ver­mö­gens mit posi­ti­ven Erträ­gen die­ses Ver­mö­gens ent­hal­ten. Eine Ver­rech­nung ist nur zwi­schen Erträ­gen glei­cher Art mög­lich. Ande­ren­falls sind die nega­ti­ven Erträ­ge vor­zu­tra­gen. Hin­sicht­lich des Begriffs „glei­cher Art“ ist auf die Gleich­heit der Rechts­fol­gen bei The­sau­rie­rung abzu­stel­len.