Schluss­erbe beim Ber­li­ner Tes­ta­ment

Haben sich Ehe­gat­ten durch gemein­schaft­li­ches Tes­ta­ment oder Erb­ver­trag gegen­sei­tig als Erben und Ver­wand­te als Schluss­erben ein­ge­setzt, ist das beim Tod des län­ger leben­den Ehe­gat­ten dem Wer­te nach noch vor­han­de­ne Ver­mö­gen des zuerst ver­stor­be­nen Ehe­gat­ten im Rah­men der Bin­dungs­wir­kung der getrof­fe­nen Ver­fü­gun­gen erb­schaft­steu­er­recht­lich nach § 15 Abs. 3 ErbStG vor­ran­gig und ohne wei­te­re Quo­telung den mit dem Erst­ver­stor­be­nen näher ver­wand­ten Schluss­erben zuzu­ord­nen.

Schluss­erbe beim Ber­li­ner Tes­ta­ment

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 27. August 2008 – II R 23/​06