Steu­er­li­cher Aus­gleich für EHEC-Schä­den

Durch die EHEC-Epi­de­mie sind in land­wirt­schaft­li­chen Betrie­ben, ins­be­son­de­re bei den Gemü­se­er­zeu­gern, beträcht­li­che Schä­den ent­stan­den, die bei vie­len Steu­er­pflich­ti­gen zu erheb­li­chen finan­zi­el­len Belas­tun­gen geführt haben und mög­li­cher­wei­se auch noch füh­ren wer­den. Die Finanz­ver­wal­tung hat nun in Gleich lau­ten­den Erlas­sen der obers­ten Finanz­be­hör­den der Län­der steu­er­li­che Maß­nah­men zur Berück­sich­ti­gung der Schä­den auf­grund der EHEC-Epi­de­mie bekannt gemacht, um den Geschä­dig­ten durch steu­er­li­che Maß­nah­men zur Ver­mei­dung unbil­li­ger Här­ten ent­ge­gen­zu­kom­men.

Steu­er­li­cher Aus­gleich für EHEC-Schä­den

Die­ses Ent­ge­gen­kom­men der Finanz­ver­wal­tung umfaßt Stun­dungs- und Voll­stre­ckungs­maß­nah­men sowie Anpas­sung der Vor­aus­zah­lun­gen:

Die nach­weis­lich unmit­tel­bar und nicht uner­heb­lich betrof­fe­nen Steu­er­pflich­ti­gen kön­nen bis zum 31. Okto­ber 2011 unter Dar­le­gung ihrer Ver­hält­nis­se Anträ­ge auf Stun­dung der bis zu die­sem Zeit­punkt bereits fäl­li­gen oder fäl­lig wer­den­den Steu­ern des Bun­des und des Lan­des sowie Anträ­ge auf Anpas­sung der Vor­aus­zah­lun­gen auf die Ein­kom­men­steu­er (Kör­per­schaft­steu­er) stel­len. Die­se Anträ­ge sind nicht des­halb abzu­leh­nen, weil die Steu­er­pflich­ti­gen die ent­stan­de­nen Schä­den wert­mä­ßig nicht im Ein­zel­nen nach­wei­sen kön­nen. Bei der Nach­prü­fung der Vor­aus­set­zun­gen für Stun-dun­gen sind kei­ne stren­gen Anfor­de­run­gen zu stel­len. Auf die Erhe­bung von Stun­dungs­zin­sen kann in der Regel ver­zich­tet wer­den. § 222 Sät­ze 3 und 4 Abga­ben-ord­nung (AO) blei­ben unbe­rührt. Anträ­ge auf Stun­dung der nach dem 31. Okto­ber 2011 fäl­li­gen Steu­ern sowie Anträ­ge auf Anpas­sung der Vor­aus­zah­lun­gen sind beson­ders zu begrün­den.

Wird dem Finanz­amt auf­grund Mit­tei­lung des Voll­stre­ckungs­schuld­ners oder auf ande­re Wei­se bekannt, dass der Voll­stre­ckungs­schuld­ner unmit­tel­bar und nicht uner­heb­lich betrof­fen ist, soll bis zum 31. Okto­ber 2011 von Voll­stre­ckungs­maß­nah­men bei allen rück­stän­di­gen oder bis zu die­sem Zeit­punkt fäl­lig wer­den­den Steu­ern abge­se­hen wer­den. In den betref­fen­den Fäl­len sind die im Zeit­raum vom 1. Juni 2011 bis zum 31. Okto­ber 2011 ver­wirk­ten Säum­nis­zu­schlä­ge für die­se Steu­ern zu erlas­sen.

Für die mit­tel­bar Betrof­fe­nen gel­ten die all­ge­mei­nen Grund­sät­ze.

Gleich lau­ten­de Erlas­se der obers­ten Finanz­be­hör­den der Län­der vom 1. August 2011:
Minis­te­ri­um für Finan­zen und Wirt­schaft Baden-Würt­tem­berg – 3 – S 191.5 /​23
Baye­ri­sches Staats­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen – 37 – S 1915 – 009 – 28110/​11
Senats­ver­wal­tung für Finan­zen Ber­lin – S 0336 – 3/​2011
Minis­te­ri­um der Finan­zen des Lan­des Bran­den­burg – 33 – S 0453 – 2/​11
Die Sena­to­rin für Finan­zen der Frei­en Han­se­stadt Bre­men – S 0336 – 13 – 2 – 3994
Finanz­be­hör­de der Frei­en und Han­se­stadt Ham­burg – 51 – S 0336 – 007/​09.
Hes­si­sches Minis­te­ri­um der Finan­zen – S 1915 A – 026 – II 11
Finanz­mi­nis­te­ri­um Meck­len­burg-Vor­pom­mern – IV‑S 0336 – 00000-2011/005
Nie­der­säch­si­sches Finanz­mi­nis­te­ri­um – S 1915 – 61 – 33 12.
Finanz­mi­nis­te­ri­um des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len – S 1915 – 6/​31 – V A 3.
Minis­te­ri­um der Finan­zen des Lan­des Rhein­land-Pfalz – S 1915 A – 446
Minis­te­ri­um der Finan­zen des Saar­lan­des – B/​1 – 1 – S 0336 – 2#005.
Säch­si­sches Staats­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen – 31‑S 1915 – 1/​255 – 32705
Minis­te­ri­um der Finan­zen des Lan­des Sach­sen-Anhalt – 44 – S 0336 – 4
Finanz­mi­nis­te­ri­um des Lan­des Schles­wig-Hol­stein – VI 33 – S 0336 – 036
Thü­rin­ger Finanz­mi­nis­te­ri­um – S 0336 A – 2 – 203 (M)

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