Umsatz­steu­er und die Jagd

Ver­pach­tet eine Gemein­de einen Eigen­jagd­be­zirk, fällt hier­für die regu­lä­re Umsatz­steu­er an, wie jetzt der Bun­des­fi­nanz­hof im Anschluss an ein Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hofs ent­schied.

Umsatz­steu­er und die Jagd

Eine juris­ti­sche Per­son des öffent­li­chen Rechts wird mit der Ver­pach­tung ihrer Eigen­jagd im Rah­men ihres land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betriebs gemäß § 2 Abs. 3 UStG gewerb­lich oder beruf­lich tätig und damit umsatz­steu­er­pflich­tig. Eine Besteue­rung mit dem ermä­ßig­ten Umsatz­steu­er­satz für Land- und Forst­wir­te schei­det eben­falls aus, da die hier­zu maß­ge­ben­de Rege­lung des § 24 UStG richt­li­ni­en­kon­form dahin aus­zu­le­gen ist, dass er nur die Lie­fe­rung land­wirt­schaft­li­cher Erzeug­nis­se und land­wirt­schaft­li­che Dienst­leis­tun­gen i.S. des Art. 25 der Richt­li­nie 77/​388/​EWG erfasst.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 22. Sep­tem­ber 2005 – V R 28/​03
(Nach­fol­ge­ent­schei­dung zum EuGH-Urteil vom 26. Mai 2005 – Rs. C‑43/​04)