Die Ein­fuhr von Gold­mün­zen

Für steu­er­pflich­ti­ge Ein­fuh­ren von Samm­ler­mün­zen gilt unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen der ermä­ßig­te Steu­er­satz.

Die Ein­fuhr von Gold­mün­zen

Unter wel­chen Bedin­gun­gen der ermä­ßig­te Steu­er­satz anzu­wen­den ist, hat das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um in einem Schrei­ben vom 1. Dezem­ber 2016 fest­ge­legt. Gleich­zei­tig sind die Gold- und Sil­ber­prei­se für das Kalen­der­jahr 2017 bekannt gege­ben wor­den.

Gera­de in poli­tisch und wirt­schaft­lich unsi­che­ren Zei­ten grei­fen Anle­ger ger­ne auf bewähr­te Inves­ti­ti­ons­mög­lich­kei­ten zurück. Wäh­rend tra­di­tio­nel­le Kapi­tal­an­la­gen mini­mal gerin­ge Zin­sen ein­brin­gen, erschei­nen die Gold­prei­se rela­tiv sta­bil. Unab­hän­gig davon, ob es sich um Gold­mün­zen oder Gold­bar­ren han­delt, ist es ein Leich­tes, bei Bedarf das Edel­me­tall wie­der in Kapi­tal umzu­wan­deln. So wird z.B. auf der Inter­net­sei­te https://bestgoldankauf.de/ jede Art von Gold­an­kauf ange­bo­ten.

Wer­den Samm­ler­mün­zen ein­ge­führt, fin­det nach Mit­tei­lung des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um der ermä­ßig­te Umsatz­steu­er­satz dann Anwen­dung, wenn für die Umsät­ze die­ser Samm­ler­mün­zen die Bemes­sungs­grund­la­ge mehr als 250 Pro­zent des unter Zugrun­de­le­gung des Fein­ge­wichts berech­ne­ten Metall­werts ohne Umsatz­steu­er beträgt (§ 12 Absatz 2 Num­mer 12 UStG i. V. m. Num­mer 54 Buch­sta­be c Dop­pel­buch­sta­be cc der Anla­ge 2 zum UStG). Dabei wird zwi­schen Gold­mün­zen und Sil­ber­mün­zen unter­schie­den.

Bei Gold­mün­zen ist die Anwen­dung der Umsatz­steu­er­ermä­ßi­gung mit der Ermitt­lung des aktu­el­len Tages­prei­ses für Gold ver­bun­den. Ein Unter­neh­mer, der Gold­mün­zen steu­er­pflich­tig ein­führt, hat zur Bestim­mung des zutref­fen­den Steu­er­sat­zes den Metall­wert der Gold­mün­zen durch den aktu­el­len Tages­preis für Gold zu ermit­teln. Allein der von der Lon­do­ner Bör­se fest­ge­stell­te Tages­preis für eine Fein­un­ze Gold ist hier­bei maß­ge­bend. Da der Tages­preis in US-Dol­lar ange­ge­ben wird, hat der Wert in Euro mit dem aktu­el­len Umrech­nungs­kurs umge­rech­net zu wer­den.

Alter­na­tiv besteht für den Unter­neh­mer auch die Mög­lich­keit, den letz­ten im Monat Novem­ber fest­ge­stell­ten Gold­ta­ges­preis für das gesam­te fol­gen­de Kalen­der­jahr zu Grun­de zu legen. Für das Kalen­der­jahr 2017 ist die Metall­wert­ermitt­lung dabei nach einem Gold­preis (ohne Umsatz­steu­er) von 35.830 Euro je Kilo­gramm vor­zu­neh­men. So erspart sich der Unter­neh­mer die jeweils genaue Tages­preis­er­mitt­lung und das Pro­ze­de­re wird ver­ein­facht.

Eben­so kann aus Ver­ein­fa­chungs­grün­den bei der Ermitt­lung des Metall­wer­tes von Sil­ber­mün­zen statt der jewei­li­gen Tages­no­tie­rung der Unter­neh­mer den letz­ten im Monat Novem­ber fest­ge­stell­ten Preis je Kilo­gramm Fein­sil­ber für das gesam­te fol­gen­de Kalen­der­jahr zu Grun­de legen. Bei der Wert­ermitt­lung ist für das Kalen­der­jahr 2017 von einem Sil­ber­preis (ohne Umsatz­steu­er) von 493 Euro je Kilo­gramm aus­zu­ge­hen.

Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um, Schrei­ben vom 1. Dezem­ber 2016 – II C 2 – S 7246/​14/​10002 2016/​1104874