Innergemeinschaftliche Lieferung – und die erforderliche Versendung

Eine -gemäß § 4 Nr. 1 Buchst. b UStG umsatzsteuerfreie- innergemeinschaftliche Lieferung setzt nach § 6a Abs. 1 Satz 1 UStG u.a. voraus, dass der Unternehmer oder der Abnehmer u.a. den Gegenstand der Lieferung in das übrige Gemeinschaftsgebiet befördert oder versendet hat (Nr. 1).

Innergemeinschaftliche Lieferung – und die erforderliche Versendung

Das physische Verbringen der Gegenstände von einem Mitgliedstaat in einen anderen Mitgliedstaat ist für die steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung nach § 6a Abs. 1 Satz 1 UStG eine unverzichtbare Voraussetzung1.

Diese Voraussetzungen liegen nicht vor, wenn der Liefergegenstand nicht in das übrige Gemeinschaftsgebiet befördert oder versendet worden ist, sondern in ein Drittland.

Bundesfinanzhof, Urteil vom 11. März 2020 – XI R 18/18

  1. vgl. EuGH, Urteile Teleos u.a., EU:C:2007:548, BStBl II 2009, 70; VSTR vom 27.09.2012 – C-587/10, EU:C:2012:592, UR 2012, 832, Rz 30; Traum vom 09.10.2014 – C-492/13, EU:C:2014:2267, UR 2014, 943, Rz 25; BFH, Urteil in BFHE 249, 336, Rz 30 ff.[]

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