Per­so­nal­ge­stel­lung durch Gesell­schaf­ter

§ 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG setzt für den Leis­tungs­aus­tausch einen unmit­tel­ba­ren, nicht aber einen inne­ren (syn­al­lag­ma­ti­schen) Zusam­men­hang zwi­schen Leis­tung und Ent­gelt vor­aus. Dies gilt auch für Tausch und tau­sch­ähn­li­che Umsät­ze (§ 3 Abs. 12 UStG).

Per­so­nal­ge­stel­lung durch Gesell­schaf­ter

Ein tau­sch­ähn­li­cher Umsatz mit Bar­auf­ga­be liegt auch dann vor, wenn

  • eine Gesell­schaft auf schuld­recht­li­cher Grund­la­ge an ihre bei­den Gesell­schaf­ter Leis­tun­gen gegen Ent­gelt erbringt und
  • ihr die bei­den Gesell­schaf­ter in unmit­tel­ba­rem Zusam­men­hang hier­mit auf gesell­schafts­recht­li­cher Grund­la­ge Per­so­nal zur Ver­fü­gung stel­len.

Um eine Bei­stel­lung anstel­le eines tau­sch­ähn­li­chen Umsat­zes han­delt es sich nur, wenn das vom jewei­li­gen Gesell­schaf­ter über­las­se­ne Per­so­nal aus­schließ­lich für Zwe­cke der Leis­tungs­er­brin­gung an den jewei­li­gen Gesell­schaf­ter ver­wen­det wird.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 15. April 2010 – V R 10/​08