Par­ti­kel­fil­ter-Nach­rüs­tung von Die­sel-Pkw

Die Bun­des­re­gie­rung will die Nach­rüs­tung von die­sel­be­trie­be­nen Pkw mit Russ­par­ti­kel­fil­tern steu­er­lich för­dern. Dazu hat sie einen Gesetz­ent­wurf zur Ände­rung des Kraft­fahr­zeug­steu­er­ge­set­zes in den Deut­schen Bun­des­tag ein­ge­bracht. Hal­ter von Die­sel-Pkw, die bis Ende 2006 erst­mals zuge­las­sen wor­den sind, sol­len bis Ende 2009 einen Kfz-Steu­er­nach­lass von bis zu 330 Euro erhal­ten, wenn sie nach­wei­sen, dadurch durch den Fil­ter­ein­bau bestimm­te Grenz­wer­te bei den Fein­staub­emis­sio­nen ein­ge­hal­ten wer­den. Nach Anga­ben der Regie­rung wird der Wert der Steu­er­be­frei­ung etwa die Hälf­te der Nach­rüs­tungs­kos­ten abde­cken.

Par­ti­kel­fil­ter-Nach­rüs­tung von Die­sel-Pkw

Für beson­ders emis­si­ons­ar­me Die­sel-Pkw, die bereits im ver­gan­ge­nen Jahr nach­ge­rüs­tet wur­den oder noch bis Ende März die­ses Jah­res nach­ge­rüs­tet wer­den, erhal­ten die Hal­ter frü­hes­tens zum 1. April die Steu­er­be­frei­ung. Da die Finanz­äm­ter die För­de­rung nicht allein auf­grund der vor­lie­gen­den Fahr­zeug­da­ten vor­neh­men kön­nen, sol­len die Zulas­sungs­be­hör­den die För­der­vor­aus­set­zun­gen fest­stel­len und den Finanz­äm­tern mit­tei­len. Bei einem Wech­sel des Hal­ters soll der neue Eigen­tü­mer eine noch nicht abge­lau­fe­ne Befrei­ung über­neh­men kön­nen.

Für nicht nach­ge­rüs­te­te Pkw, die bis Ende 2006 erst­mals zuge­las­sen wor­den sind, sowie für neue Pkw, die den vor­aus­sicht­li­chen Euro-5-Grenz­wert für Par­ti­kel­mas­se von 0,005 Gramm pro Kilo­me­ter nicht ein­hal­ten, soll es einen Zuschlag von 1,20 Euro je 100 Kubik­zen­ti­me­ter Hub­raum geben. Nicht betrof­fen von die­sem Zuschlag sind laut Regie­rung bereits im Ver­kehr befind­li­che und neu zuge­las­se­ne Pkw, deren Schad­stoff­emis­sio­nen den Grenz­wert­an­for­de­run­gen der Euro-4-Abgas­norm genü­gen und deren Par­ti­kel­aus­stoß den "anspruchs­vol­len Grenz­wert" von 0,005 Gramm pro Kilo­me­ter anstel­le von 0,025 Gramm nicht über­schrei­tet. Von den erwar­te­ten Steu­er­min­der­ein­nah­men in Höhe von 120 Mil­lio­nen Euro sol­len 115 Mil­lio­nen Euro durch den vom 1. April die­ses Jah­res bis Ende März 2011 befris­te­ten Zuschlag für nicht nach­ge­rüs­te­te Die­sel-Pkw gegen­fi­nan­ziert wer­den, sodass den Län­dern, denen die Kfz-Steu­er zufließt, unter dem Strich Steu­er­min­der­ein­nah­men von 5 Mil­lio­nen Euro ver­blei­ben.