Ver­pflich­tungs­kla­ge – von der Ehe­frau

Eine auf den Erlass eines abge­lehn­ten Ver­wal­tungs­ak­tes gerich­te­te Kla­ge (Ver­pflich­tungs­kla­ge) ist, soweit wie hier- gesetz­lich nichts ande­res bestimmt ist, nach § 40 Abs. 2 FGO nur zuläs­sig, wenn die Klä­ge­rin gel­tend macht, durch die Ableh­nung eines Ver­wal­tungs­ak­tes in ihren Rech­ten ver­letzt zu sein 1.

Ver­pflich­tungs­kla­ge – von der Ehe­frau

Dar­an fehlt es, wenn der Ableh­nungs­be­scheid nebst Ein­spruchs­ent­schei­dung aus­schließ­lich gegen­über dem Ehe­mann der Klä­ge­rin ergan­gen ist 2.

Ein ledig­lich wirt­schaft­li­ches Inter­es­se am Aus­gang des Pro­zes­ses genügt für eine Kla­ge­be­fug­nis nicht 3.

Eine abwei­chen­de Beur­tei­lung folgt auch nicht aus dem Vor­brin­gen der Klä­ge­rin, ihre Beschwer beru­he auf der unter­las­se­nen Ver­be­schei­dung des von ihr gestell­ten Antrags auf Kin­der­geld. Denn auch in die­sem Fall hät­te das FG die Kla­ge man­gels Vor­ver­fah­rens, vgl. § 44 Abs. 1, § 46 Abs. 1 Satz 1 FGO- durch Pro­zes­sur­teil als unzu­läs­sig abwei­sen müs­sen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 6. Dezem­ber 2016 – III B 25/​16

  1. z.B. BFH, Urteil vom 24.07.2013 – XI R 24/​12, BFH/​NV 2013, 1920, Rz 18[]
  2. vgl. z.B. BFH, Beschluss vom 18.12 2002 – XI S 1/​02 (PKH), nicht ver­öf­fent­licht, unter II. 5., m.w.N.; vom 05.01.2012 – III B 42/​11, BFH/​NV 2012, 978, Rz 8 ff., zur Anfech­tungs­kla­ge; vom 08.07.2013 – III B 149/​12, BFH/​NV 2013, 1602, Rz 5 ff., zur Anfech­tungs­kla­ge; vgl. auch Sie­gers in Hübschmann/​Hepp/​Spitaler ‑HHSp, § 350 AO Rz 69, 114[]
  3. vgl. z.B. BFH, Beschluss in BFH/​NV 2012, 978, Rz 11, m.w.N.[]