"Wachstumsbeschleunigungs"-Gesetz

Die Bun­des­re­gie­rung hat auf ihrer heu­ti­gen Kabi­netts­sit­zung den Gesetz­ent­wurf des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums zum "Gesetz zur Beschleu­ni­gung des Wirt­schafts­wachs­tums" als "For­mu­lie­rungs­hil­fe" gebil­ligt. Der Gesetz­ent­wurf soll aller­dings nicht als Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht wer­den, son­dern von den Bun­des­tags­frak­tio­nen der Regie­rungs­ko­ali­ti­on. Auf die­sem Weg lässt sich das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren beschleu­ni­gen, da die Stel­lung­nah­me­mög­lich­keit des Bun­des­ra­tes zu Regie­rungs­ent­wür­fen ent­fällt. Das Gesetz soll noch in die­sem Jahr ver­ab­schie­det wer­den, damit es zum 1. Janu­ar 2010 in Kraft tre­ten kann.

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Mit dem Wachs­tums­be­schleu­ni­gungs­ge­setz sol­len die im Rah­men der Koal­i­tii­ons­ver­hand­lun­gen ver­ein­bar­ten Steu­er­ent­las­tun­gen mit einem jähr­li­chen Ent­las­tungs­vo­lu­men von ins­ge­samt rund 8,5 Mrd. € umge­setzt wer­den.

Im Ein­zel­nen sind fol­gen­de Ände­run­gen geplant:

Ände­run­gen für Fami­li­en:

  • Das Kin­der­geld soll ab dem 1. Janu­ar 2010 für jedes zu berück­sich­ti­gen­de Kind um 20 € erhöht wer­den.
  • Der steu­er­li­che Kin­der­frei­be­trag soll von der­zeit 6024 € erhöht wer­den auf 7008 € für jedes Kind.

Ände­run­gen für Unter­neh­men:

  • Für Beher­ber­gungs­leis­tun­gen gilt künf­tig der ermä­ßig­te Umsatz­steu­er­satz von 7%.
  • Die Abschrei­bungs­re­geln sol­len geän­dert wer­den:
    • Die Gren­ze für sofort abschreib­ba­re Wirt­schafts­gü­ter soll auf 410 € ange­ho­ben wer­den.
    • Alter­na­tiv dazu soll es auch mög­lich sein, einen Sam­mel­pos­ten für alle Wirt­schafts­gü­ter zwi­schen 150 € und 1.000 € ein­zu­rich­ten.
  • Die Zins­schran­ke, mit der die Gewinn­ver­la­ge­rung auf aus­län­di­sche Toch­ter­ge­sell­schaf­ten ein­ge­schränkt wer­den soll­te, soll abge­mil­dert wer­den. In der Wirt­schafts­kri­se zeig­te sich jedoch, dass die Regeln der Zins­schran­ke kri­sen­be­dingt für vie­le klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men ein Pro­blem dar­stel­len. Des­halb wird unter ande­rem die Frei­gren­ze von 1 Mio. € dau­er­haft auf 3 Mio. € erhöht.

Ände­run­gen im Bereich der erneu­er­ba­ren Ener­gi­en:

Für modu­lar auf­ge­bau­te Anla­gen, die vor dem Jahr 2009 in Betrieb genom­men wur­den, soll so ein wirt­schaft­li­cher Wei­ter­be­trieb ermög­licht wer­den.