Abga­be von Betäu­bungs­mit­teln zum sofor­ti­gen Gebrauch

Eine Abga­be von Betäu­bungs­mit­teln im Sin­ne des § 29a Abs. 1 Nr. 1 BtMG bedeu­tet jede Gewahr­sams­über­tra­gung an eine ande­re Per­son zur frei­en Ver­fü­gung.

Abga­be von Betäu­bungs­mit­teln zum sofor­ti­gen Gebrauch

An einer sol­chen fehlt es aber, wenn das Betäu­bungs­mit­tel zum sofor­ti­gen Gebrauch an Ort und Stel­le hin­ge­ge­ben wird; die­se Fall­ge­stal­tung wird von der wei­te­ren Tat­be­stands­va­ri­an­te des § 29a Abs. 1 Nr. 1 BtMG, dem Über­las­sen zum unmit­tel­ba­ren Ver­brauch erfasst 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 22. Novem­ber 2016 – 1 StR 329/​16

  1. zur Abgren­zung vgl. BGH, Beschlüs­se vom 14.04.2015 – 5 StR 109/​15, NStZ-RR 2015, 218; vom 05.02.2014 – 1 StR 693/​13, NStZ 2014, 717; und vom 08.07.1998 – 3 StR 241/​98, NStZ-RR 1998, 347; Patzak in Körner/​Patzak/​Volkmer, BtMG, 8. Aufl., § 29a Rn. 12 f.[]