Arre­st­an­ord­nung im Straf­ur­teil

Die Anord­nung des ding­li­chen Arrests gemäß § 111d Abs. 1 Satz 1 StPO, die das Land­ge­richt rechts­feh­ler­haft in den Urteils­te­nor auf­ge­nom­men hat, unter­liegt nicht der Nach­prü­fung durch den Bun­des­ge­richts­hof.

Arre­st­an­ord­nung im Straf­ur­teil

Straf­ge­richt­li­che Arre­st­an­ord­nun­gen erge­hen durch Beschluss 1, gegen den eine Beschwer­de statt­haft ist 2. Nach § 121 Abs. 1 Nr. 2 GVG sind die Ober­lan­des­ge­rich­te für die Ent­schei­dung über die Beschwer­de zustän­dig, soweit kei­ne ander­wei­ti­ge Zustän­dig­keit begrün­det ist.

Eine abwei­chen­de Zustän­dig­keits­re­ge­lung ist im vor­lie­gen­den Rege­lungs­zu­sam­men­hang auch nicht für den Fall vor­ge­se­hen, dass die Straf­sa­che beim Revi­si­ons­ge­richt anhän­gig ist 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 4. Mai 2017 – 2 StR 30/​17

  1. vgl. Münch­Komm-BGB/­Bitt­mann, StPO, 2014, § 111e Rn. 6; LR/​Johann, StPO, 26. Aufl., § 111e Rn. 4[]
  2. vgl. KK-StPO/S­pil­le­cke, 7. Aufl., § 111e Rn.20[]
  3. vgl. BGH, Beschluss vom 07.11.2016 – 2 StR 9/​15[]