BTM-Erwerb – sowohl zum Wei­ter­ver­kauf wie zum Eigen­ver­brauch

Ist nur ein Teil der erwor­be­nen Betäu­bungs­mit­tel zum gewinn­brin­gen­den Wei­ter­ver­kauf, ein ande­rer zum Eigen­ver­brauch bestimmt, so rich­tet sich die recht­li­che Ein­ord­nung nach den jewei­li­gen Ein­zel­men­gen.

BTM-Erwerb – sowohl zum Wei­ter­ver­kauf wie zum Eigen­ver­brauch

Nicht anders ist vor­zu­ge­hen, wenn der Täter die Betäu­bungs­mit­tel nicht per­sön­lich kon­su­mie­ren, son­dern einer ihm nahe ste­hen­den Per­son unent­gelt­lich über­las­sen will.

Liegt die Han­dels­men­ge über dem Grenz­wert zur nicht gerin­gen Men­ge und die rest­li­che Eigen­ver­brauchs­men­ge dar­un­ter, so ist in die­sen Fäl­len Tat­ein­heit zwi­schen Han­del­trei­ben mit Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge nach § 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG mit Erwerb von Betäu­bungs­mit­teln nach § 29 Abs. 1 Nr. 1 BtMG gege­ben 1.

In den Fäl­len, in denen das zum Zweck der Abga­be erwor­be­ne Mari­hua­na auch tat­säch­lich wei­ter­ge­ge­ben wur­de, wäre tat­ein­heit­lich zu dem Erwerb das Delikt der Abga­be von Betäu­bungs­mit­teln hin­zu­ge­tre­ten 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 1. Dezem­ber 2016 – 3 StR 331/​16

  1. BGH, Beschluss vom 21.04.2005 – 3 StR 112/​05, NStZ 2006, 173, 174[]
  2. Weber, BtMG, 4. Aufl., § 29 Rn. 1114[]