Die Anga­ben einer Ver­trau­ens­per­son

Fest­stel­lun­gen kön­nen nur dann auf die Anga­ben einer Ver­trau­ens­per­son gestützt wer­den, wenn die­se durch ande­re wich­ti­ge Beweis­an­zei­chen gestützt wer­den 1.

Die Anga­ben einer Ver­trau­ens­per­son

Das Gericht darf dabei ent­schei­dend dar­auf abstel­len, dass

  • eine kon­fron­ta­ti­ve Befra­gung der Ver­trau­ens­per­son nicht mög­lich war,
  • ledig­lich weni­ge Umstän­de zum Zustan­de­kom­men der Ver­neh­mung der Ver­trau­ens­per­son durch den ermit­teln­den Zoll­be­am­ten bekannt waren,
  • die Ver­trau­ens­per­son mög­li­cher­wei­se selbst nur Zeu­ge vom Hören­sa­gen war und
  • zudem kei­ne Erkennt­nis­se zur Zuver­läs­sig­keit und der Aus­sa­ge­mo­ti­va­ti­on der Ver­trau­ens­per­son vor­ge­le­gen haben.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. Juli 2016 – 1 StR 595/​15

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 19.06.1996 – 5 StR 220/​96, StV 1996, 583[]