Die fal­sche Urkun­de – Her­stel­lung und Gebrauch

Das Her­stel­len einer fal­schen Urkun­de und das Gebrauch­ma­chen von der gefälsch­ten Urkun­de bil­det jeweils nur eine Tat im Rechts­sin­ne [1].

Die fal­sche Urkun­de – Her­stel­lung und Gebrauch

Dabei liegt ein Gebrauch­ma­chen der Urkun­de im Sin­ne des § 267 Abs. 1 StGB vor, wenn sie in einer Wei­se vor­ge­legt oder über­ge­ben wird, dass der zu Täu­schen­de in die Lage ver­setzt wird, von die­ser Kennt­nis zu neh­men [2].

Aus den Urteils­fest­stel­lun­gen ergibt sich inso­weit, dass die von dem Ange­klag­ten ohne Kennt­nis der jewei­li­gen Wahl­be­rech­tig­ten erstell­ten Unter­la­gen zur Abho­lung der Brief­wahl­un­ter­la­gen durch elf von ihm ein­ge­setz­te Bevoll­mäch­tig­te – als mit­tel­ba­re Täter – im Wahl­bü­ro der Stadt S. vor­ge­legt wur­den. Soweit die­se das Wahl­bü­ro teil­wei­se zwei­mal auf­such­ten, ergibt sich aus den Urteils­grün­den nicht, dass der

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 29. August 2017 – 4 StR 292/​17

  1. st.Rspr.; Fischer, StGB, 64. Aufl., § 267 Rn. 58 m.w.N.; vgl. auch BGH, Beschluss vom 15.01.2008 – 4 StR 648/​07[]
  2. Fischer, a.a.O. Rn. 36; BGH, Beschluss vom 11.11.2015 – 2 StR 299/​15[]