Frei­heits­be­rau­bung – wenn der Schlüs­sel von innen steckt

Eine Ein­sper­rung im Sin­ne von § 239 Abs. 1 StGB muss nicht unüber­wind­lich sein.

Frei­heits­be­rau­bung – wenn der Schlüs­sel von innen steckt

Es genügt, dass die Benut­zung der zum regel­mä­ßi­gen Aus­gang bestimm­ten Vor­rich­tun­gen für den Zurück­ge­hal­te­nen aus­ge­schlos­sen erscheint.

Dazu kann es aus­rei­chen, dass eine unüber­wind­li­che psy­chi­sche Schran­ke vor einer Flucht besteht, etwa aus Angst vor wei­te­ren Sank­tio­nen oder Gewalt­hand­lun­gen des Ein­sper­ren­den 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. März 2016 – 3 StR 417/​15

  1. BGH, Beschluss vom 08.03.2001 – 1 StR 590/​00, NStZ 2001, 420 mwN[]