Kom­pen­sa­ti­on für eine rechts­staats­wid­ri­ge Ver­fah­rens­ver­zö­ge­rung – im zwei­ten Rechts­gang

Hebt das Revi­si­ons­ge­richt die ledig­lich den Schuld- und Straf­aus­spruch hin­sicht­lich bestimm­ter Straf­ta­ten nebst den zuge­hö­ri­gen Fest­stel­lun­gen auf, so gehört dazu nicht die Ent­schei­dung über die Kom­pen­sa­ti­on einer rechts­staats­wid­ri­gen Ver­fah­rens­ver­zö­ge­rung durch die Anord­nung, dass ein Teil der Stra­fe als voll­streckt gilt 1.

Kom­pen­sa­ti­on für eine rechts­staats­wid­ri­ge Ver­fah­rens­ver­zö­ge­rung – im zwei­ten Rechts­gang

Daher kann das Land­ge­richt ledig­lich noch über die zusätz­li­che Kom­pen­sa­ti­on für die danach ein­ge­tre­te­ne Ver­zö­ge­rung ent­schei­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 6. April 2018 – 1 StR 88/​18

  1. BGH, Urtei­le vom 09.08.2016 – 1 StR 121/​16, wis­tra 2016, 486, 487 f.; und vom 27.08.2009 – 3 StR 250/​09, BGHSt 54, 135; Beschlüs­se vom 18.02.2014 – 3 StR 381/​13; und vom 25.11.2015 – 1 StR 79/​15, NStZ 2016, 428, 429[]