Kron­zeu­gen­re­ge­lung a.F.

§ 46b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StGB aF ent­hielt im Gegen­satz zu der nun­mehr gel­ten­den Fas­sung nicht die ein­schrän­ken­de Vor­aus­set­zung eines Zusam­men­hangs zwi­schen der offen­bar­ten und der dem "Kron­zeu­gen" zur Last lie­gen­den Tat; viel­mehr war es unter der Gel­tung des alten Rechts­zu­stands aus­rei­chend, dass sich die Auf­klä­rungs­hil­fe nur auf eine von meh­re­ren, dem "Kron­zeu­gen" zur Last fal­len­den Taten bezog 1.

Kron­zeu­gen­re­ge­lung a.F.

Des­halb kommt bei ent­spre­chend "alten" Fäl­len die Anwen­dung der zur Tat­zeit gel­ten­den, für den Ange­klag­ten güns­ti­ge­ren (§ 2 Abs. 3 StGB) Fas­sung von § 46b StGB in Betracht, die auch nicht durch die bereichs­spe­zi­fi­sche Kron­zeu­gen­re­ge­lung in § 31 BtMG aus­ge­schlos­sen ist 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. Febru­ar 2016 – 3 StR 536/​15

  1. BGH, Beschluss vom 20.03.2014 – 3 StR 429/​13, StV 2014, 619, 620 mwN[]
  2. BGH, aaO[]