Sexu­el­ler Miss­brauch – und das gewalt­sa­me Ent­fer­nen der Klei­dung

Ein gewalt­sa­mes Ent­fer­nen der Klei­dung stellt für sich allein grund­sätz­lich noch kei­ne sexu­el­le Hand­lung an dem Kör­per des Tat­op­fers dar.

Sexu­el­ler Miss­brauch – und das gewalt­sa­me Ent­fer­nen der Klei­dung

Etwas ande­res gilt, wenn das gewalt­sa­me Ent­blö­ßen sei­ner­seits mit einer vom Tat­op­fer zu dul­den­den sexu­el­len Hand­lung ver­bun­den ist oder wenn sich der Täter nach vor­aus­ge­gan­ge­ner Gewalt­an­wen­dung durch ein mit kör­per­li­chen Berüh­run­gen ver­bun­de­nes gedul­de­tes Her­un­ter­rei­ßen der Klei­dung geschlecht­li­che Erre­gung ver­schaf­fen will 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. Novem­ber 2016 – 5 StR 431/​16

  1. vgl. etwa, BGH, Beschlüs­se vom 17.09.1992 – 4 StR 416/​92; vom 13.02.1997 – 4 StR 648/​96, NStZ-RR 1997, 292 mwN[]