Der unver­steu­er­te Was­ser­pfei­fen­ta­bak – und das Zoll­la­ger

Soweit der Tat­be­stand des gewerbs­mä­ßi­gen Schmug­gels (§ 373 Abs. 1 Satz 1 Alter­na­ti­ve 1 AO) durch einen Ver­wahr­ort­wech­sel, d.h. durch das Ver­brin­gen des Was­ser­pfei­fen­ta­baks aus einem zoll­recht­lich zuge­las­se­nen Ver­wah­rungs­la­ger (Art. 148 UZK) an einen ande­ren Ver­wahr­ort, erfüll wird, sind geson­der­te Fest­stel­lung dazu erfor­der­lich, ob nach dem Vor­stel­lungs­bild des Ange­klag­ten zu die­sem Zeit­punkt der Tabak bereits der zoll­recht­li­chen Über­wa­chung ent­zo­gen sein soll­te, mit­hin die Zoll­schuld ent­stan­den war [1].

Der unver­steu­er­te Was­ser­pfei­fen­ta­bak – und das Zoll­la­ger

Der Vor­satz bedurf­te im hier ent­schie­de­nen Fall ins­be­son­de­re ange­sichts der Ein­las­sung des Ange­klag­ten genau­er Prü­fung, dass zwi­schen ihm und M. kei­nes­falls abge­spro­chen gewe­sen sei, „die Ware aus dem T1-Ver­fah­ren zu ent­neh­men“, son­dern viel­mehr ver­ab­re­det gewe­sen sei, die Ware „noch in dem T1-Ver­fah­ren zu belas­sen“.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 31. März 2020 – 1 StR 403/​19

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 08.09.2011 – 1 StR 38/​11 Rn. 21; und vom 24.01.2018 – 1 StR 331/​17 Rn. 14[]